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Bauknecht

Geschirrspüler von BauknechtBauknecht-logo

Die Küchengeräte der Bauknecht Hausgeräte GmbH finden sich heute in vielen Haushalten. Seit den frühen 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich das Unternehmen nicht nur durch Kochstäbe, Kühlschränke und Waschmaschinen einen Namen gemacht. Bauknecht wurde auch durch seine Geschirrspüler bekannt, mit denen das Unternehmen seit mehr als 50 Jahren den Markt beliefert.

Bis heute sind die Geschirrspülmaschinen eine beliebte Alternative, die sich durch die bewährte Bauknecht-Technik sowie durch fortwährende Innovationen auszeichnen. Daher kommen die aktuellen Modelle von Bauknecht in vielen deutschen Haushalten zum Einsatz.

Eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte

Bauknecht GSI 61203 Di A+ IO integrierbarer Einbau-GeschirrspülerDie spannende Erfolgsgeschichte des Unternehmens, das mittlerweile zum Whirlpool Konzern gehört, ist eng mit der Entwicklung der Geschirrspüler verbunden. Bauknecht hat dazu beigetragen, dass die praktische Erfindung mittlerweile in den meisten deutschen Haushalten genutzt wird. Heute arbeiten etwa 1600 Mitarbeiter für die Firma. Sie erwirtschaften große Umsätze. Im Jahr 2009 waren es zum Beispiel 626 Millionen Euro, die als Umsatz generiert wurden. Ein großer Anteil des Umsatzes dürfte durch die neuen Spülmaschinen entstehen, die durch die Firma angeboten werden.

Von diesen gigantischen Summen konnte der Begründer des Unternehmens nichts ahnen.

Gottlieb Bauknecht, dem die Firma ihren Namen verdankt, ging ein gewaltiges Risiko ein, als er 1919 zur Firmengründung schritt.
Schließlich war der Erfolg ungewiss. Gottlob Bauknecht investierte ein kleines Vermögen. Er hatte 500 Reichsmark angespart, die er in seine eigene Firma einbrachte.

Der findige Unternehmensgründer entwarf zunächst einen Elektromotor, der wenig später in Nähmaschinen eingesetzt wurde. Im Stammsitz des Unternehmens, dem baden-württembergischen Schorndorf, entstand der Elektromotor „Landfreund„, der sich zum ungeheuren Erfolg entwickeln sollte.Bauknecht im 2. Weltkrieg

Es folgten dunkle Tage, in denen das Unternehmen vor allem Rüstungsgüter produzierte. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Werksgelände in Stuttgart zu großen Teilen, das Werk in Welzheim sogar vollkommen zerstört. Trotzdem konnte die Produktion bereits kurz nach dem Krieg erneut aufgenommen werden.

Die Erfahrungen, die mit den Elektromotoren der Vorkriegszeit gesammelt wurden, konnte das Unternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg nutzen. Nun entwickelte der Konzern verschiedene Haushalts- und Küchengeräte. Die tausend Mitarbeiter produzierten ab 1947 unter anderem den Fleischwolf KMF, bevor sie ein Jahr später die Rührhilfe „Allfix“ schufen. Die Rührhilfe nutzte die Kraft eines Elektromotors.

Durchbruch mit Geschirrspülern

In dieser Zeit wurde im Unternehmen schon an den nächsten Innovationen geforscht. In schneller Reihenfolge brachte Bauknecht in den kommenden Jahren einen eigenen Kühlschrank und andere Küchengeräte auf den Markt.

Die Firma avancierte zu einem der bekanntesten Unternehmen der jungen Republik. Das lag sicherlich auch an Spülmaschinen der Firma, die ab 1957 verkauft wurden.

Mit diesen hochwertigen und zugleich preisgünstigen Geschirrspülern begeisterte das Unternehmen eine ganze Generation. Die Firma wurde zudem durch einen Werbespruch bekannt, der im Klima der fünfziger Jahre entstand:

Bauknecht weiß, was Frauen wünschen

– hieß es auch in den kommenden Jahrzehnten, in denen neuere Modelle des Geschirrspülers auf den Markt gebracht wurden. Die reinigenden Geräte avancierten zu einem der erfolgreichsten Serienprodukte, die der Konzern fertigte.

Sauberes GeschirrDie Produktion war sogar so erfolgreich, dass die Firma ein ganzes Werk errichtete, in denen fortan Geschirrspüler produziert wurden. In Neunkirchen entstand eine große Fabrikanlage. Die dortige Fertigung der Geschirrspülmaschinen konnte im Jahr 1971 angegangen werden.

In diesen Jahren sorgte Bauknecht durch verschiedene Erfindungen für andauernde Innovationen. Im neuen Werk in Neunkirchen wurde zum Beispiel ein Schrägsprüharm gefertigt, der das Wasser anders verteilen konnte.

Der Arm konnte bis zu drei verschiedene Ebenen mit Wasserdruck reinigen. Vorher war lediglich die Reinigung auf einer Ebene möglich.
Bauknecht hat durch diese Erfindung, die ebenfalls 1971 zum Patent angemeldet wurde, zur Veränderung des Geschirrspülers beigetragen. Die verschiedenen Ebenen, die wir von den heutigen Geschirrspülern kennen, gehen auf Bauknecht zurück.

Insolvenz und Übernahme

Im Jahr 1978 kam es zu einschneidenden Veränderungen in der Firma. Nach einer langen Schaffensperiode, die das Unternehmen weltweit bekannt gemacht hatte, starb der Firmengründer Gottlieb Bauknecht. Er hinterließ einen florierende Konzern, der vor allem vom Wirtschaftsboom in den fünfziger und sechziger Jahren profitiert hatte. Bauknecht wurde indes durch Gottliebs Söhne, die Gebrüder Gert und Günter, geführt.

In den kommenden Jahren wurden einige geschäftliche Fehleinschätzungen getroffen. So müsste Bauknecht 1982 Insolvenz anmelden.
Geschirrspüler Abfluss

Die Firma wurde zunächst durch Philips übernommen. Die Produktion änderte sich nicht. Es wurden weiterhin verschiedene Haushalts- und Küchengeräte gefertigt. Im Segment der Geschirrspüler machte Bauknecht weiterhin erfinderische Fortschritte.

Im Jahr 1986 konnten die Ingenieure erfolgreich eine Maschine auf dem Markt platzieren, die sich durch einen besonders geringen Wasserverbrauch auszeichnete.

Damals brachten die Erfinder eine Spülmaschine zur Serienreife, das erstmals weniger Wasser verbrauchte als es für eine Handwäsche nötig gewesen wäre.
Sechs Jahre später war Bauknecht eine der ersten Produzenten in Deutschland, die bei ihren Geräten vollkommen auf FCKW verzichteten.

Weitere Erfindungen sollten folgen. Sie wurden fortan auch im europäischen Technologiezentrum für Geschirrspüler erdacht, das 1996 entstand. Es wurde in direkter Nähe zum Produktionsstandort in Neunkirchen angesiedelt. Dort forschen Mitarbeiter bis heute an neuen Technologien, mit denen Geschirrspüler noch effizienter reinigen sollen.

Neue Erfindungen in der Gegenwart

Im Jahr 1999 revolutionierten die Mitarbeiter ein weiteres Mal den Markt. Sie brachten eine Geschirrspülmaschine heraus, die den Grad der Verschmutzung erkannte. So konnte sie die Menge des Wassers, das zur Reinigung notwendig ist, genau an das verschmutzte Geschirr anpassen. In diesen und in den folgenden Geräten des Herstellers konnte der Wasserverbrauch signifikant gesenkt werden.

Der Erfolg durch derartige Technologien haben Werkschließungen leider nicht verhindern können. Die Geräte der Firma, die mittlerweile zur Whirlpool gehört, werden nun im Ausland produziert. Einige der 70.000 Mitarbeiter, die für dieses amerikanische Unternehmen arbeiten, produzieren nun die Geräte der Marke Bauknecht.

Viele Erfindungen entstehen zunächst nach wie vor in dem Technologiezentrum für Geschirrspüler, das in Deutschland beheimatet ist. Im Jahr 2009 konnte eine weitere Idee zum Patent angemeldet werden. Bauknecht schuf spezifische Hochdruckdüsen, die das Wasser noch effizienter verteilen sollen. Die Düsen kommen in den neuesten Geschirrspülmaschinen des Unternehmens zum Einsatz.

Für die nahe Zukunft erwarten Experten weitere Innovationen, mit dem der Strom- und Wasserverbrauch noch deutlicher gesenkt werden soll.

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