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Spülmaschine richtig entkalken

Richtig entkalken – aber wie?

Kalkablagerungen sind für Spülmaschinen wie für alle anderen, mit Wasser arbeitende Haushaltsgeräte, ein Problem. Sie führen zu erhöhtem Stromverbrauch, greifen Dichtungen an, machen mechanische Lager ungängig und verstopfen Leitungen – kurzum: Sie zerstören über kurz oder lang Ihre Spülmaschine.

Deshalb sollten wir in regelmäßigen Abständen entkalken. Doch wie machen wir es richtig?

1. Prävention

02-Siemens-SK26E821EU-Geschirrspueler-EEK-A+-detailDie erste Maßnahme, die wir ergreifen sollten, ist, die richtige Einstellung der Spülmaschine auf die Wasserhärte zu finden. Moderne Geschirrspüler geben uns die Möglichkeit, diese exakt auf die bei uns vorherrschenden Härtegrade einzustellen.

Den Wasserhärtegrad erfahren wir bei unserem Wasserwerken oder aber auch im Internet. Dazu suchen wir einfach nach „Wasserhärte“ und geben zusätzlich unseren Landkreis dazu ein. Die Wasserhärte bezeichnet den Sättigungsgrad des Wassers mit Ionen der Erdalkalimetalle.

Wird das Wasser nun erhitzt und mit bestimmten chemischen Stoffen in Berührung gebracht, werden diese Ionen wieder freigesetzt uns setzen sich als Kalk ab – und genau das passiert in unserer Spülmaschine.

salzNachdem wir den für unser Wasser geltenden Härtegrad herausgefunden haben, geben wir diesen in unsere Spülmaschine gemäß der Gebrauchsanleitung ein. Wir suchen dazu einfach nach dem Kapitel „Wasserhärte eingeben“ oder auch „Ionentauscher – Härte einstellen“ oder ähnlich lautende Kapitel und folgen dann den Anweisungen.

Somit haben wir unsere Spülmaschine auf den Betrieb mit unserem Wasser eingestellt und zusätzlich sparen wir auch noch Geld: die Spülmaschine verwendet nun nur so viel Salz, wie tatsächlich benötigt wird.

Schlecht eingestellte Maschinen hingegen spülen das überschüssige, unverbrauchte Salz einfach durch den Abfluss hinaus und schädigen so unser Portemonnaie und die Umwelt.

2. Regelmäßige Maßnahmen

Zu Beginn sorgen wir am besten dafür, dass immer ausreichend Salz im Vorratsbehälter unserer Spülmaschine ist. Der Ionentauscher benötigt nämlich dieses, um die bei der Wasserenthärtung freiwerdenden Ionen zu binden und abzugeben. Wenn wir kein Salz in unserer Spülmaschine haben, wird der Ionentauscher gesättigt und kann das Wasser nicht mehr enthärten. So gelangt anschließend viel zu hartes Wasser in den Spülkreislauf und Kalk setzt sich ab.

ratgeber-01-entkalkenAls nächstes stellt sich die Frage, ob wir uns im Fachhandel Entkalkungsmittel kaufen wollen oder lieber auf Hausmittel zurückgreifen möchten. Entkalkungsmittel gibt es von verschiedenen Herstellern, oftmals kooperieren auch Spülmaschinenhersteller mit bestimmten Marken oder Produkten – dies ist jedoch keine bindende Weisung und auch der Entkalkungseffekt ist deswegen nicht unbedingt ein besserer.

Trotzdem lohnt es sich zu vergleichen, die Preise sind bei gleicher Leistung doch schon sehr unterschiedlich. Entkalkungsmittel aus dem Fachhandel haben im Gegensatz zu den Hausmitteln stets eine Anleitung dabei, wie sie zu nutzen sind. Wir befolgen diese immer ganz genau, denn bei falscher Handhabung sind im besten Falle die Ergebnisse unbefriedigend – im schlimmsten Fall kann unsere Maschine auch Schaden nehmen.

Hausmittel sind umweltfreundlich und chemiefrei. Bei richtiger Anwendung sind die Ergebnisse ebenso exzellent wie die der Produkte der Fachhersteller – nur, wie wendet man diese auch richtig an, denn hierzu gibt es keine Anleitung?

wasserfilter-1Als Reinigungsmittel eignen sich Essigsäure (Essigessenz) und Zitronensäure besonders. Wichtig ist hier das Mischungsverhältnis von 1:2 (Zwei Teile Wasser auf ein Teil Reinigungsmittel). Bei Essigsäure können wir noch nach Auge mischen, bei Zitronensäure sollte es schon nahezu exakt sein, da ansonsten Ablagerungen entstehen können, die Kalkablagerungen ähneln. Bei richtigem Mischungsverhältnis ist Essigsäure gut und Zitronensäure exzellent als Reiniger einzusetzen. Essigsäure ist darüber hinaus Geruchsneutral, wirkt antibakteriell und bindet unangenehmen Gerüche.

Wir entkalken niemals mit Geschirr. Wir lassen also eine leere Spülmaschine ohne jegliches Geschirr bei 95°C (oder eine ähnlich hohe Temperatur) ohne die Zugabe eines Reinigungs-Tab oder anderen Reinigern laufen, bis diese sich mit der maximalen Menge an Wasser gefüllt hat – das erkennen wir daran, dass das Wasser in stets gleichen Abständen an die Seitenwände und die Fronttür gespritzt wird. Anschließend öffnen wir die Fronttür und geben vorsichtig (ACHTUNG: HEISS!) unseren gewählten Reiniger hinzu.

Danach schließen wir die Tür und lassen den Reiniger 8-10 Stunden einwirken. Das können wir über Nacht machen oder aber auch am Tag, während wir arbeiten oder anderen Beschäftigungen nachgehen. Ist die Zeit vorüber, lassen wir einfach den Spülvorgang zu Ende laufen und prüfen anschließend, ob sich der gewünschte Effekt eingestellt hat. Danach ist der Entkalkungsvorgang abgeschlossen, wir können noch einmal einen Spülvorgang oder Eco-Programm laufen lassen, müssen das aber nicht.

3. Abschließende Maßnahmen

kalenderWir notieren uns, wann wir das letzte Mal entkalkt haben oder wann wir das nächste Mal entkalken wollen. Als Faustregel gilt, dass wir alle 6 Monate entkalken sollten, jedoch können diese Abstände bei besonders hartem Wasser auch nur 3-4 Monate betragen. Wir achten darauf, wenn Wasserflecken auf Gläsern und Besteck wieder zunehmen – diese Anzeichen weisen meist nicht auf eine besonders schlechte Reinger-Tabs-Qualität hin, sondern sind in der Regel ein Anzeichen für Verkalkungen.

Wenn wir einen Haushaltskalender führen, tragen wir uns unseren Wunschtermin einfach zusätzlich zu den anderen wiederkehrenden Terminen ein. Wir lassen keinen Zyklus aus, denn gerade unsere Spülmaschine, die viel mit Salzen und chemischen Prozessen arbeitet, ist von allen unseren Haushaltsgeräten mit am stärksten von Verkalkungen betroffen. Und diesen unentbehrlichen Haushaltshelfer sollten wir entsprechend pflegen, damit wir lange etwas von Ihm haben.

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