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Wenn der Geschirrspüler müffelt – so entfernen Sie schlechte Gerüche!

adult-19033_960_720Der Geschirrspüler ist ein nützlicher Helfer im Haushalt und erleichtert die tägliche Hausarbeit. In kleinen wie in großen Haushalten fällt täglich schmutziges Geschirr an.

Eine Spülmaschine reinigt Teller und Tassen gründlich und verleiht Gläsern einen strahlenden Glanz. Doch nach längerer Betriebszeit stellen sich oft unangenehme Gerüche ein, die belästigend wirken und Zweifel an der Hygiene des Geräts hinterlassen.

Manchmal tritt dies auch in Verbindung mit einer nachlassenden Reinigungswirkung auf. Viele Nutzer sind ratlos, denn der Spülraum selbst scheint sauber zu sein.

Offensichtlich entströmt der unangenehme Geruch dem Inneren der Spülmaschine. Mit diesen Methoden und mit guter gute Pflege lässt sich der Gestank schnell beseitigen und auf Dauer fernhalten.

Gründe für den Mief aus der Maschine

In den meisten Fällen entsteht der unangenehme Geruch durch organische Ablagerungen, die sich an verschiedenen Stellen der Spülmaschine bilden. Verantwortlich sind Lebensmittelreste, harzige Fette und das warm-feuchte Klima im Gerät.

Die Kombination dieser Faktoren unterstützt die Bakterienbildung und führt zur Bildung von Fäulnisstoffen. Die organischen Überbleibsel setzen sich in den Sieben, Leitungen und Schläuchen des Geschirrspülers ab und verursachen den typischen Geruch.

Ein chemischer oder chlorhaltig wirkender Geruch weist dagegen auf Reste von Spülmaschinenpulver hin, dass sich verklumpt und an verschiedenen Stellen im Gerät abgelagert hat.

Regelmäßig die Siebe reinigen

Im ersten Schritt sind die Siebe und der Pumpensumpf zu säubern. Die Siebe des Geschirrspülers werden zugänglich, sobald der untere Geschirrkorb aus dem Geschirrspüler entfernt wurde. Am Boden der Maschine filtern drei Siebe Fremdkörper und Essensreste heraus: das Flächensieb, das Grobsieb und das Feinsieb. Grobsieb und Feinsieb sind ineinander geschoben und lassen sich nach dem Entfernen aus dem Gerät auseinandernehmen.

Anschließend lässt sich der nun offen liegende Spülmaschinensumpf nach Essensresten und Fremdkörpern absuchen. Zwar sollten alle Essensreste von den Sieben abgefangen werden, doch ab und zu landet dennoch etwas im Pumpensumpf.

Die drei entnommenen Siebe sind unter fließendem Wasser und mit etwas Spülmittel zu reinigen. Das Einsetzen der Siebe in den Pumpensumpf erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Die regelmäßige Säuberung der Siebe ist eine gute Prävention für die Hygiene in der Spülmaschine und sollte alle vier bis sechs Wochen durchgeführt werden.

Grundreinigung für die Spülmaschine

citron-154449_960_720Bei einem Geschirrspülgang wird das Geschirr je nach Spülgang mit einer Wassertemperatur von 40° bis 70° Grad gereinigt. Geschirrspülpulver, Gele und Tabs sind in den letzten Jahren immer wirksamer geworden und erfordern bei nur leichter Verschmutzung des Geschirrs keine hohen Wassertemperaturen mehr.

Dies kommt dem Bestreben der Verbraucher entgegen, Energiekosten zu senken, daher laufen Hausgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler immer öfter im Eco-Modus. Die vermehrte Nutzung niedrig temperierter Spülgänge spart Strom, ist aber andererseits problematisch.

Eine Wassertemperatur von 40° Grad Celsius reicht nicht aus, um alle organischen Spuren und Fette aus der Spülmaschine zu entfernen. Daher sollte nach jeweils 10 Spülgängen mit niedrigen Temperaturen einmal im Normalprogramm gespült werden. Nur mit einer Temperatur von 70° Grad lassen sich alle Ablagerungen entfernen.

Vor dem Anschalten des Geräts kann der Anwender eine Zitronenscheibe in den Besteckkorb legen. Die Zitronensäure unterstützt die Reinigung und sorgt für einen frischen Geruch. Ein weiteres beliebtes Hausmittel ist Essig. Mit 100 ml Essig im Spülraum lassen sich geruchsbelästigende Ablagerungen entfernen.

Alternativ kann der Anwender dem Problem auch mit Natron zu Leibe rücken, dazu ist das Mittel vor dem Spülgang in die Spülmaschine zu streuen. Der Reinigungsdurchlauf ist bei leerer Maschine durchzuführen. Nach jedem Spülgang sollten alle Gummidichtungen mit einem feuchten Tuch gesäubert werden, um auch hier eine Ablagerung von Keimen zu vermeiden.

Ablagerungen und schlechten Gerüchen vorbeugen

siemensWas lässt sich dauerhaft gegen das Entstehen von unangenehmen Gerüchen tun und wie lässt sich die Lebensdauer der Spülmaschine verlängern? Ein einfacher, aber wirksamer Schritt ist das Handspülen stark verschmutzten Kochgeschirrs.

Pfannen und Töpfe sind oft mit pflanzlichen und tierischen Ölen verschmutzt. Margarine und Bratfette enthalten gehärtete Fette, die sich im Geschirrspüler festsetzen. Werden hartnäckige Verkrustungen im Kochgeschirr eingeweicht, lässt sich auch stark verschmutztes Kochgeschirr leicht per Hand spülen.

In der Spülmaschine bleibt mehr Platz für das Geschirr. Ohne die Belastung durch harte Fette bleibt das Gerät länger in einem neuwertigen Zustand und kann seine Reinigungsaufgabe über viele Jahre erfüllen.

Auf ausreichenden Wasserdruck achten

Steht der Geschirrspüler weiter als 3 m vom Maschinenhahn entfernt, ist wegen des verringerten Wasserdrucks ein Zulaufschlauch mit der Nennweite DN 13 zu empfehlen.

Mit diesen großzügigen Querschnitt stellt der Anwender einen ausreichenden Wasserdruck und eine gründliche Reinigung des Geschirrs sicher. Der bessere Wasserdurchsatz gewährleistet eine effektive Durchspülung des Pumpensumpfes und der Wassertasche.

Die Wassertasche in der Spülmaschine ist ein weitere mögliche Ursache, warum dem Gerät unangenehme Gerüche entweichen können. Am Schwimmer der Wassertasche können sich im Laufe der Jahre Bakterien und Pilze festsetzen. Leider lässt sich die Wassertasche bei den meisten Geräten nicht ohne weiteres ausbauen und reinigen. Diese Arbeit ist dem Fachmann zu übergeben.

Geschirrkörbe und Besteckkorb reinigen

Alle entnehmbaren Teile wie Geschirrkörbe und der Besteckkorb sollten in regelmäßigen Abständen abgeduscht und mit etwas Spülmittel gesäubert werden. Ablagerungen an den Körben werden durch kalkhaltiges Wasser gefördert. Zusammen mit dem Kalk lagern sich Bakterien am Korb ab, die zum schlechten Geruch beitragen. Zudem setzt Kalk die Spülleistung des Geschirrspülers herab und schädigt die Leitungen im Gerät.

Ein Geschirrspüler ist daher regelmäßig zu entkalken. Der Handel bietet Entkalker und Duftreiniger für Geschirrspüler an, die bei regelmäßigem Einsatz der Entstehung von unangenehmen Gerüchen vorbeugen und die Funktionsfähigkeit des Geschirrspülers erhalten.

Defekte Laugenpumpe

Beim Spülen in der Spülmaschine sollte niemals Handspülmittel genutzt werden, da Handspülmittel zu einer großen Schaumbildung im Gerät führt. Der Schaum irritiert die Sensoren im Geschirrspüler und kann zum vorzeitigen Abschalten der Laugenpumpe führen. Als Folge bleibt verschmutztes Wasser im Spülmaschinensumpf stehen, was ebenfalls zu einer Bakterienbildung und zu unangenehmen Gerüchen beitragen kann.

Ein eher seltener Grund für schlechte Gerüchte ist dagegen eine defekte Laugenpumpe. Kann die Pumpe ihre Aufgabe nicht mehr voll erledigen und das Schmutzwasser nicht mehr vollständig aus dem Geschirrspüler pumpen,muss das Gerät von einem Fachbetrieb repariert werden. Auch ein verstopfter Ablaufschlauch kann die Ursache für schlechte Gerüche sein. In diesem Fall ist der Ablaufschlauch zu demontieren und durchzuspülen.

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