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Welche Features hat ein Geschirrspüler 2018?

ratgeber-03-funktionIn einem Geschirrspüler werden Geschirrteile durch das Zusammenwirken von Wasser, Druck, Temperatur und chemischen Reinigungsmitteln gereinigt. Dabei wird erhitztes Wasser aus rotierenden Düsen heraus auf die Geschirrteile geschleudert.

Dieses Wasser enthält durch die Zugabe von Reinigungsmitteln chemische Substanzen, die es zu einer stark alkalischen Lauge machen. Zusammen mit den Tensiden aus dem Reiniger, eventuell noch fett- und eiweißspaltenden Substanzen regelt der Geschirrspüler die Einwirkdauer, Temperatur und den Druck des Wassers über die vorgewählten Programme oder über die Automatik, sofern der Geschirrspüler über eine Verschmutzungserkennung verfügt.

Dabei arbeiten die Geräte meist mit zwei nacheinander ablaufenden Programmen, einem Reinigungsprogramm und einem Spül- und Abtrockenprogramm, das bei höherer Temperatur und ohne Reinigungszusätze das Geschirr von der Spüllauge befreit und vor Kalkflecken schützt.

Somat Maschinen ReinigerIm ersten Schritt wird die Maschine mit Wasser befüllt. Dabei messen meist mechanische Sensoren die Wassermenge und begrenzen diese auf die nötige Literzahl. Anschließend passiert das Wasser den Ionentauscher, der es enthärtet und das Wasser wird in den Boden des Geschirrspülers geleitet, dem sogenannten Pumpensumpf. Hier wird das Wasser erhitzt und über eine Druckleitung zu den Spülarmen und, sofern der Geschirrspüler darüber verfügt, zu den seitlichen und hinteren Druckdüsen geleitet.

Im unteren Bereich des Geschirrspülers befinden Sich die Siebe, die dazu dienen, nicht wasserlösliche Reste aufzufangen. In der Regel gibt es zwei Siebe, das erste etwas gröber, um die größeren Reste aufzufangen und danach ein feineres, das auch weniger große Stückchen davon abhalten, in die Pumpensystem zu gelangen. Das so gereinigte Wasser wird im Pumpensumpf wieder auf die richtige Temperatur gebracht und dem Kreislauf wieder zugeführt.

Mit diesem so aufbereiteten Wasser wird das Geschirr abgespritzt und komplett eingeweicht. Dies dient dazu, grobe Verunreinigungen bereits jetzt zu lösen und nur die hartnäckigen Rest zu belassen, die dann im nächsten Schritt durch das Zuführen des Reinigers gelöst werden sollen. Dieser befindet sich in einem wasserfesten Behälter, der sich nach einer bestimmten Laufzeit des Programmes selbstständig öffnet und den Reiniger hinzugibt.

Gläser in GeschirrspülerIm zweiten Spülschritt wird nun die Spüllauge erzeugt, indem der Reiniger aus dem verschlossenen Behälter in den Spülkreislauf gelassen wird. Dabei wird das Wasser stark alkalisch gemacht und mit Tensiden versetzt. Diese Tenside sorgen nun dafür, dass sich zwei eigentlich nicht mischbare Flüssigkeiten – in unserem Fall sind das Fett und Wasser – miteinander verbinden können und so das Fett der Speisereste sich in der alkalischen Spüllauge lösen.

Nach einer Einwirkzeit wird dieser Vorgang wiederholt, um alle restlichen Stoffe zu lösen. Größere, nicht lösliche Reste werden wie im vorhergehenden ersten Schritt im Filter aufgefangen und gelangen so nicht wieder zurück in den Reinigungsvorgang.

Das zweite ablaufende Programm ist das Klarspül- und Trockenprogramm des Geschirrspülers. Dabei wird zuerst die Spüllauge durch Frischwasser ersetzt, damit keine Verunreinigungen zurück in den Kreislauf geraten. Anschließend wird das Wasser hoch erhitzt und mit dem Klarspüler versetzt, der sich in einem Fach meiste direkt neben dem Spülmittelbehälter befindet.

Der Klarspüler ist eine Flüssigkeit, die nichtionische Tenside enthält, welche in der Lage sind, die Oberflächenspannung des Wassers aufzubrechen. Dies ist ein nützlicher Vorgang, um das schnelle Ablaufen des Wassers vom Geschirr zu ermöglichen, um so zu verhindern, dass sich dieses in Tropfen auf dem Geschirr absetzt und durch den Trockenvorgang so zu unschönen Wasserflecken wird.

GlanzIm weiteren enthält der Klarspüler organische Säuren (zum Beispiel Zitronen- oder Milchsäure) mit Hilfe derer Alkalireste aus der Spüllauge entfernt und restliche Härtesalze wie Calcium aus dem Wasser entfernt werden, um so Kalkreste auf dem Geschirr zu vermeiden, die häufig die Ursache für Schleierbildung auf den Gläsern ist. Darüber hinaus enthalten viele Klarspüler auch noch Duftstoffe, um beim Öffnen des Geschirrspülers einen angenehmen Geruch zu versprühen.

Die eigentliche Trocknung wird je nach Hersteller und Model auf unterschiedliche Art und Weise ausgeführt. Zum Einen kann man das Wasser auf Temperaturen um die 75° Celsius aufheizen, um so in Verbindung mit der Restwärme des gespülten Geschirrs einen guten Trockenwert zu erzielen. Dies ist der meist gebräuchliche Trockenvorgang bei heutigen Geschirrspülern.

Beko DSN 6634 FX GeschirrspülerHigh-End-Geräte für den Privathaushalt können aber auch über eine Kondenstrockenanlage verfügen, bei der in seitlichen Taschen das Verdampfte Wasser kondensiert und aufgefangen wird. Dabei wird der Innenraum erhitzt, so dass sämtliche Flüssigkeit verdampft und in diese Behälter gelangt. Industriegeschirrspüler verfügen auch schon mal über Gebläseanlagen, die das Geschirr abtrocknen.

Einige Hochwertige Geschirrspüler verfügen auch über automatische Türöffnungen, die die Fronttür des Geschirrspülers im letzten Zyklus der Trocknung öffnen und so die Restfeuchtigkeit aus dem Gerät herausbringen. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass einem keine große Dampfwolke entgegenspringt, wenn man den Geschirrspüler kurz nach dem Reinigungsvorgang öffnet.

Die Arbeitsweise eines Geschirrspülers ist also Vergleichbar mit der einer Autowaschanlage, wenn man mal von den Bürsten absieht. Der Effekt ist aber der Gleiche: Verdreckt rein, sauber raus!

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